Page 25 - Aquion Masterkatalog
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 Öko-ethisches Wasser revolutioniert die biologische Ernährung
Aquion-Gründer Gottfried Röttel im Interview
INTERVIEW
 Frage: Ernähren wir uns heute anders als unsere Großeltern?
Unsere Einstellung zum Essen hat sich verändert. Früher hat man gegessen, um sich zu ernähren. Man konnte nicht wählerisch sein. Es ging in erster Linie darum, den Hunger zu stillen und den Körper leistungsfähig zu erhal- ten. Später kam der Genuss-Aspekt hinzu, mit anspruchs- volleren und exotischeren Speisen. Heute hinterfragen immer mehr Menschen woher ihre Nahrung kommt und wie sie entstanden ist. Der Umsatz mit Biolebensmitteln hat sich in den letzten zwanzig Jahren verfünffacht.
Frage: Also eine Folge des gewachsenen Wohlstands?
Und auch des wachsenden Bewusstseins. Viele Menschen denken eigenverantwortlich, nehmen ihre Gesundheit selbst in die Hand und ernähren sich bewusst biologisch. Die Zahl der Vegetarier hat sich in den letzten zwanzig Jahren verzehnfacht. Aktuell leben etwa 1,3 Mio. Men- schen in Deutschland vegan. Die meisten davon sind auf- geklärt, gut gebildet und selbstreflektiert.
Frage: Gesundheit als Triebfeder für biologische Ernährung?
Nicht ausschließlich. Die Ethik und speziell das Tierwohl spielen hier eine tragende Rolle. Bei einer Umfrage unter vegan lebenden Menschen begründeten 92 Pro- zent ihren Lebensstil mit ethischen Aspekten. Auch die Gesundheit ist wichtig, religiöse und wirtschaftliche Gründe spielen dagegen eine nachrangige Rolle.
Frage: Was hat das alles mit Ihrem Wasser zu tun?
Bei den Getränken sehen wir eine ähnliche Entwicklung. Die Nachfrage nach Mineralwasser steigt seit Jahren. Dabei ist ein Trend zu stillen, naturbelassenen Wässern erkennbar. Der Konsum von zuckerhaltigen Softdrinks
geht zurück. In den USA haben wir ein 35 Jahrestief bei der Nachfrage nach Cola und Limo. Das ist der Grund, warum sich die Cola-Konzerne auf den Trinkwassermarkt konzentrieren.
Frage: Diese Entwicklung hin zum Wasser werden Sie ja sicher begrüßen.
Ja und nein. Es gibt eine Kehrseite dabei: Der Wettlauf um die Wasser-Ressourcen hat weltweit eine hem- mungslose Ausbeutung der natürlichen Quellen zur Folge. In den USA, in Südafrika, aber auch in Europa leiden die Menschen und Tiere massiv unter der Plün- derung der Ressourcen und der Austrocknung ihres Lebensraums. Der französische Ort Vittel in den Voge- sen muss jetzt mit einer Pipeline versorgt werden, damit die Bewohner etwas zu trinken haben. Das muss man sich mal vorstellen.
Frage: Und Ihr Wasser ist besser?
Allerdings. Wir waren die ersten, die in Deutschland Wasserionisierer anboten. Das sind Geräte, die gewöhn- liches Leitungswasser in hochwertig gefiltertes, basi- sches AktivWasser verwandeln. Dabei wird Wasserstoff aktiviert und unterstützt den menschlichen Organismus. Doch neben diesem gesundheitlichen Aspekt ist der gesellschaftlich-ökologische Kontext ebenso wichtig: Unser Wasser wird aus der regionalen Wasserversorgung entnommen und in den natürlichen Kreislauf zurückge- führt. Wir sprechen daher von „Öko-ethischem Wasser“.
Frage: Öko-ethisches Wasser revolutioniert die Ernährung?
In der Tat. Angesichts der dramatischen Entwicklung auf unserem Planeten muss ein Umdenken stattfin- den. Öko-ethisches Wasser hat neben seinem positiven gesundheitlichen Effekt eine ganz wesentliche Wirkung für unsere Mitwelt.
1. Keine Transportwege und damit kein CO2.
2. Keine Plastikverpackung und somit kein Plastikmüll. 3. Hochwertig gefiltert und nachweislich frei von
Belastungen.
4. Es wird niemandem weggenommen.
Hier gewinnt der Begriff„gesund“ einen erweiterten Sinn. Wer sich ernsthaft gesund, biologisch und ethisch ernäh- ren will, kommt an Öko-ethischem Wasser nicht vorbei.
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